Velma Barfield, die als „Großmutter des Todestrakts“ bekannt wurde, ging in die Geschichte ein, als sie die erste Frau war, die in den USA nach der Wiederaufnahme der Todesstrafe 1976 exekutiert wurde.
Ihre Geschichte ist eine der tragischen Wendungen und gibt einen erschreckenden Einblick in die dunklen Seiten des amerikanischen Rechtssystems und der Todesstrafe. In den letzten 24 Stunden vor ihrer Exekution stand sie im Mittelpunkt eines dramatischen Kampfes um ihr Leben und die letzten Momente ihrer Existenz.
Barfield wurde 1978 für den Mord an ihrem Lebensgefährten Stuart Taylor verurteilt, jedoch kamen später noch weitere Morde ans Licht. Es wurde festgestellt, dass sie im Laufe vieler Jahre fünf Menschen vergiftet hatte, darunter auch ihre eigene Mutter.
Ihre Methode war besonders grausam – sie gab ihren Opfern giftige Substanzen, ohne dass diese es merkten, und es dauerte oft Wochen, bis die Opfer starben. Ihre Taten machten sie zu einer der berüchtigtsten Serienmörderinnen in den USA.
In den letzten Stunden vor ihrer Exekution am 2. November 1984 war Barfield eine Frau, die ihre eigenen Taten überdachte. Berichten zufolge zeigte sie während ihrer letzten Tage auf dem Todestrakt Reue und bat um Vergebung.
Ihre Vergehen, die sie mit giftigen Substanzen begangen hatte, wurden von vielen als besonders heimtückisch und grausam angesehen. Doch für Barfield schien es, als sei die Last ihrer Schuld und der bevorstehende Tod fast eine Erleichterung.

Die 24 Stunden vor der Hinrichtung von Velma Barfield waren von intensiven Gesprächen mit ihren Anwälten und seelsorgerischen Gesprächen geprägt. In Interviews und während der Gespräche mit ihrem Gefängnisseelsorger zeigte sie eine erstaunliche Gelassenheit.
„Ich habe den Schmerz verursacht und weiß, dass ich jetzt den Preis dafür zahlen muss“, sagte sie in einem der letzten Gespräche. Ihre Reue und die schmerzliche Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit wurden von vielen als eine Art Erlösung angesehen.
Die Tatsache, dass sie als erste Frau nach der Wiederaufnahme der Todesstrafe in den USA exekutiert wurde, verlieh ihrer Geschichte eine besondere Tragweite. Ihre Hinrichtung sorgte in den Medien für Aufsehen und führte zu einer öffentlichen Debatte über die Todesstrafe, insbesondere in Bezug auf Frauen.
Barfields Fall war nicht nur ein weiteres Beispiel für die Schrecklichkeit der Todesstrafe, sondern auch ein Symbol für die Herausforderungen, die Frauen im amerikanischen Justizsystem gegenüberstanden.

Als Barfield schließlich am 2. November 1984 in der „Central Prison“ in North Carolina auf den „Todesstuhl“ geführt wurde, war es der Höhepunkt eines langjährigen juristischen Kampfes. Sie hatte in den Jahren vor ihrer Exekution mehrfach um Gnade gebeten, doch ihre Bitten blieben ohne Erfolg.
Ihre letzte Mahlzeit, die sie sich wünschte, war bescheiden: eine Tasse Tee. Diese Entscheidung spiegelte ihre zunehmend ernüchterte Haltung wider, die sie in den letzten Stunden vor ihrem Tod zeigte.
Ihre letzten Worte waren „Ich hoffe, dass niemand diesen Schmerz noch einmal erleiden muss“. Es war ein Moment der Stille und der Reflexion, als sie ihren Blick von den Anwesenden abwandte und sich auf die bevorstehende Exekution vorbereitete.
Ihre Worte, die von vielen als tief empfunden angesehen wurden, hinterließen einen bleibenden Eindruck bei denen, die Zeuge des Ereignisses wurden.
Barfields Hinrichtung war die erste einer Frau, die in den USA in den modernen Zeiten der Todesstrafe vollzogen wurde, und das machte sie zu einem symbolischen Moment für das Land.
Die Exekution von Velma Barfield war ein grausames und endgültiges Ende für eine Frau, die ihr Leben mit Verbrechen verbracht hatte. Ihre Geschichte wirft die Frage auf, ob es wirklich gerecht ist, jemanden für solche Taten mit dem Tod zu bestrafen.
Die Debatte über die Todesstrafe, die während ihres Prozesses und in den Jahren nach ihrer Exekution geführt wurde, bleibt eine der zentralen moralischen Fragen in den USA.

Die Berichterstattung über die letzte Stunde von Velma Barfield wurde zu einem massiven Medienereignis. Journalisten, die ihre letzten Momente dokumentierten, berichteten über den eisigen Blick und die bemerkenswerte Ruhe, die sie während der letzten Minuten ihres Lebens zeigten.
Während Barfield ruhig und gelassen in die Hinrichtung ging, hinterließ sie einen bleibenden Eindruck in der amerikanischen Gesellschaft und löste weiterhin Diskussionen über die Umsetzung der Todesstrafe und die Frage nach der Gerechtigkeit aus.
Für viele ist die Geschichte von Velma Barfield ein Mahnmal für die düstere Realität der Todesstrafe und die Frage nach der ethischen Verantwortung des Staates bei der Anwendung von so extremen Strafen.
Ihre Taten, ihre Reue und der Prozess ihrer Hinrichtung sind weiterhin ein bedeutendes Kapitel in der Geschichte der amerikanischen Rechtsprechung.
Als „Großmutter des Todestrakts“ wurde Barfield auch von einigen als Opfer ihrer eigenen psychischen Belastungen und Umstände gesehen. Doch ihre grausamen Morde werfen einen langen Schatten auf diese Interpretation, und ihre Hinrichtung bleibt eine der umstrittensten und erschütterndsten Momente der modernen amerikanischen Justizgeschichte.
Die letzten 24 Stunden von Velma Barfield erinnern uns daran, wie komplex und grausam die Entscheidungen des Rechtssystems sein können, wenn es um Leben und Tod geht.
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