Am 11. September 2001 erlebte die Welt eines der schrecklichsten und folgenschwersten Terroranschläge in der Geschichte. An diesem Tag wurden vier Passagierflugzeuge von Al-Qaida-Terroristen entführt und als Waffen gegen die USA eingesetzt. Doch unter den vielen tragischen Geschichten dieses Morgens gibt es auch eine der Heldentaten, die nicht unbeachtet bleiben sollte: Die außergewöhnliche Tapferkeit und Entschlossenheit der Flugbegleiterin Betty Ong, die es schaffte, den Entführern vor dem Absturz zu begegnen und wichtige Informationen zu übermitteln.

Die dramatischen Ereignisse
Betty Ong war Flugbegleiterin auf dem Flug American Airlines 11, der das erste Flugzeug war, das in das World Trade Center stürzte. Kurz nach dem Start von Boston aus, um 8:14 Uhr, wurde der Flug von fünf Entführern übernommen. Die Terroristen nahmen die Kontrolle über das Flugzeug und setzten ihre Waffe ein, um die Crew und Passagiere zu terrorisieren.
Inmitten des Chaos und der Gefahr hatte Betty Ong den bemerkenswerten Mut, das Flugzeug zu einem der ersten Orte der Kommunikation zu machen, die der US-amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA zur Verfügung standen. Während der Entführung gelang es ihr, eine Verbindung zum Boden herzustellen und detaillierte Informationen zu den Entführern und den Ereignissen an Bord zu liefern.
Ihre wichtige Rolle bei der Identifizierung der Entführer
Mit einer ruhigen Stimme und trotz des unmittelbaren Risikos, das sie persönlich bedrohte, gelang es Betty Ong, die Entführer zu identifizieren und eine präzise Beschreibung der Situation zu geben. In ihrem Telefonat mit der FAA teilte sie mit, dass „mehrere Personen an Bord verletzt“ worden seien und dass die Entführer „vermutlich Messer und andere Waffen“ bei sich trugen. Ong konnte auch die Namen der Entführer identifizieren und beschrieb deren körperliche Merkmale. Sie gab an, dass einer der Terroristen ein „Dschinn“ im Gespräch mit dem anderen erwähnt hatte und auch deren Herkunft und Verhalten schilderte.

Dank ihrer ruhigen, präzisen Informationen konnte die FAA die Entführer schnell identifizieren und alarmierte daraufhin die US-amerikanischen Sicherheitsbehörden. Betty Ong trug somit wesentlich dazu bei, dass der US-Geheimdienst und die Luftfahrtbehörden wichtige Hinweise auf die Identität der Terroristen erhielten.
Ihre Tapferkeit und Vermächtnis
Betty Ong blieb bis zum Ende des Fluges ansprechbar, und obwohl sie wusste, dass sie sich in einer ausweglosen Situation befand, dachte sie an das Wohl der anderen. Ihr Handeln wurde später als entscheidend angesehen, um die Behörden auf den dramatischen Verlauf der Entführung und die Bedrohung durch die Terroristen aufmerksam zu machen.

Sie verlor ihr Leben, als das Flugzeug um 8:46 Uhr in das Nordturm des World Trade Centers stürzte, doch ihre außergewöhnliche Tapferkeit und ihr unermüdlicher Einsatz haben ihren Platz in der Geschichte der Heldentaten der 9/11-Tragödie gesichert.
Betty Ong wird in den USA als eine der vielen Helden dieses Tages verehrt. Ihre Rolle in den dramatischen Stunden des 11. September 2001 und ihr Beitrag zur Identifizierung der Entführer zeigen, wie entscheidend der Mut und die Entschlossenheit eines Einzelnen in einer Krise sein können. Ihr Name wird für immer mit der Erinnerung an diese tragischen Ereignisse verbunden sein, und sie bleibt ein Symbol für Stärke und Opferbereitschaft.
Fazit
Betty Ongs Heldentaten am 11. September 2001 sind ein leuchtendes Beispiel für den Mut und die Professionalität, die Flugbegleiter in den schwierigsten Momenten eines Krisenszenarios zeigen können. Ihr entschlossener Einsatz zur Identifizierung der Entführer trug entscheidend dazu bei, die Tragödie in einem umfassenderen Kontext zu verstehen. Sie bleibt eine wahre Heldin des 9/11-Anschlags und ein Symbol für Selbstlosigkeit und Mut inmitten unvorstellbarer Gefahren.