
Alice Weidel hat mit ihrer provokanten Kritik an Angela Merkel die politische Debatte in Deutschland erneut angeheizt. Viele Beobachter sprechen von einer Aussage, die Berlin erschüttert hat, weil sie die langjährige Kanzlerin direkt für den angeblichen systematischen Niedergang des Landes verantwortlich macht. Solche Vorwürfe sind in der AfD nicht neu, doch diesmal soll ein Interview innerhalb kürzester Zeit aus den sozialen Netzwerken verschwunden sein. Die Löschung wirft sofort Fragen zur Meinungsfreiheit auf. Kritiker sehen hier klare Zensurmaßnahmen durch Plattformen und Medien. Befürworter der AfD interpretieren das als Beweis für eine unterdrückte Wahrheit.
In dem besagten Gespräch warf Alice Weidel Angela Merkel vor, Deutschland durch ihre Politik bewusst geschwächt zu haben. Die ehemalige Kanzlerin habe mit ihrer Migrationspolitik, der Energiewende und der Euro-Rettung die Grundlagen des Wohlstands untergraben. Weidel betonte, dass Millionen Bürger unter den Folgen leiden würden. Hohe Energiepreise, sinkende Industrieproduktion und wachsende Unsicherheit seien direkte Konsequenzen. Merkel habe das Land in eine Abhängigkeit von anderen Staaten geführt. Die AfD-Politikerin sprach von einer Zerstörung der inneren Sicherheit und der wirtschaftlichen Stärke.

Viele Menschen in Deutschland teilen diese Sichtweise, besonders in Ostdeutschland und in ländlichen Regionen. Dort fühlen sich Bürger von der Politik der vergangenen Jahrzehnte abgehängt. Die AfD nutzt diese Frustration geschickt aus. Weidel positioniert sich als Stimme der Vergessenen. Sie argumentiert, dass Merkel mit ihrem „Wir schaffen das“ die Grenzen geöffnet habe, ohne ausreichende Kontrollen. Das habe zu einer Überlastung der Sozialsysteme geführt. Kriminalitätsstatistiken würden das untermauern, behauptet sie. Die Debatte darüber ist hoch emotional und polarisierend.
Die Löschung des Videos aus dem Netz hat die Diskussion weiter angeheizt. Innerhalb weniger Stunden war der Beitrag auf mehreren Plattformen nicht mehr verfügbar. Nutzer berichten von Meldungen wegen Hassrede oder Desinformation. Plattformen wie YouTube oder Facebook berufen sich auf ihre Richtlinien gegen Hetze. AfD-Anhänger sehen darin jedoch gezielte Zensur. Sie werfen den Tech-Konzernen vor, regierungsnah zu agieren. Die Mainstream-Medien würden das Thema bewusst ignorieren oder verdrehen. Das schürt Misstrauen in die Institutionen.

Angela Merkel bleibt eine polarisierende Figur in der deutschen Politik. Ihre Amtszeit von 2005 bis 2021 wird unterschiedlich bewertet. Für die einen war sie Stabilitätsanker in Krisenzeiten. Für die anderen Symbol für Fehlentscheidungen. Weidel greift vor allem die Flüchtlingspolitik 2015 an. Damals kamen Hunderttausende Menschen nach Deutschland. Merkel entschied, die Grenzen nicht zu schließen. Das habe langfristig negative Auswirkungen gehabt, sagt die AfD-Chefin. Integration sei gescheitert, Parallelgesellschaften entstanden.
Wirtschaftlich habe Merkel Deutschland in eine Sackgasse geführt, argumentiert Weidel weiter. Die Energiewende sei teuer und ineffizient. Atomkraftwerke wurden abgeschaltet, Kohleausstieg forciert. Das habe die Industrie geschwächt. Viele Unternehmen wandern ab oder reduzieren Produktion. Hohe Strompreise belasten Haushalte und Mittelstand. Weidel fordert eine Rückkehr zu bezahlbarer Energie. Merkel habe das Gegenteil bewirkt und den Wohlstand zerstört.
Die EU-Politik Merkels wird ebenfalls scharf kritisiert. Rettungspakete für Griechenland und andere Länder hätten deutsche Steuerzahler belastet. Weidel spricht von einer Transferunion, die Deutschland ausnutze. Merkel habe nationale Souveränität aufgegeben. Die AfD will mehr nationale Entscheidungsfreiheit. Das sei der Weg zurück zur Stärke. Die Aussage Weidels trifft bei vielen auf offene Ohren, die sich von Brüssel bevormundet fühlen.
Soziale Medien spielen eine zentrale Rolle in dieser Debatte. Videos der AfD erreichen Millionen Views, bevor sie gelöscht werden. Das schafft den Eindruck von Unterdrückung. Weidel nutzt das, um ihre Anhänger zu mobilisieren. Sie spricht von einer „Zensurdiktatur“. Plattformen würden oppositionelle Stimmen systematisch entfernen. Das erinnere an autoritäre Regime. Die Freiheit der Meinungsäußerung sei in Gefahr. Viele Bürger teilen diese Sorge.
Die Reaktionen in Berlin waren prompt und heftig. Politiker der etablierten Parteien distanzierten sich von Weidels Vorwürfen. Sie werfen der AfD Populismus vor. Merkel habe Deutschland gestärkt, nicht zerstört. Die Wirtschaft wuchs unter ihr stark. Die Arbeitslosigkeit sank auf Rekordtief. Doch Kritiker kontern, dass der Aufschwung auf früheren Reformen basierte. Merkel habe Strukturreformen vermieden. Probleme wurden aufgeschoben.
Die AfD profitiert von der Polarisierung. Umfragen zeigen steigende Zustimmungswerte. Weidel ist zur Galionsfigur geworden. Ihre direkte Art kommt an. Sie spricht Klartext, wo andere beschwichtigen. Die Aussage über Merkel passt in dieses Muster. Sie will aufrütteln und wachrütteln. Viele sehen in ihr die einzige Alternative zu den Altparteien. Die Löschung des Videos verstärkt diesen Effekt noch.
Medienfreiheit ist ein hohes Gut in Deutschland. Das Grundgesetz schützt sie ausdrücklich. Dennoch gibt es Grenzen bei Hassrede oder Falschinformationen. Plattformen müssen Inhalte prüfen. Kritiker sagen, die Kriterien seien willkürlich. Oppositionelle Politiker würden härter behandelt. Weidel fordert mehr Transparenz bei Löschentscheidungen. Algorithmen dürften nicht zensieren. Das sei ein Angriff auf die Demokratie.
Die Debatte um Merkel und Weidel zeigt tiefe Spaltungen in der Gesellschaft. Viele fühlen sich nicht mehr vertreten. Die AfD nutzt das Vakuum. Weidels Worte treffen einen Nerv. Ob das Video wirklich verboten wurde oder nur gemeldet, bleibt umstritten. Fakt ist, es ist schwer auffindbar. Das nährt Verschwörungstheorien. Bürger misstrauen zunehmend den etablierten Medien.

Langfristig könnte diese Entwicklung die Politik verändern. Die AfD drängt in die Mitte. Weidel will regierungsfähig wirken. Ihre Kritik an Merkel dient dazu, Kontinuität der CDU zu brechen. Die Union müsse sich neu erfinden. Merkel habe die CDU nach links verschoben. Das rächt sich jetzt. Wähler wandern ab.
Die Energiewende bleibt ein Streitpunkt. Merkel startete sie, Scholz und Habeck setzen sie fort. Weidel will sie stoppen. Atomkraft und fossile Energien seien nötig. Deutschland brauche bezahlbare Energie für Wettbewerbsfähigkeit. Merkel habe mit ihrem Ausstieg Milliarden verschwendet. Die Industrie leide darunter massiv.
Migration ist das Kernthema. Weidel spricht von unkontrollierter Zuwanderung. Merkel habe die Tore geöffnet. Das habe Kosten in Milliardenhöhe verursacht. Integration scheitere vielerorts. Kriminalität steige. Die AfD fordert Abschiebungen und Grenzsicherung. Merkel habe versagt, sagt Weidel.
Die Löschung des Interviews zeigt die Macht der Plattformen. Sie entscheiden, was sichtbar bleibt. Das beeinflusst Wahlen. Weidel warnt vor einer Manipulation der Öffentlichkeit. Bürger müssten wachsam sein. Die Wahrheit dürfe nicht unterdrückt werden. Das Video sei nur ein Beispiel.
Insgesamt hat Alice Weidel mit ihrer Aussage über Angela Merkel eine Welle ausgelöst. Berlin ist alarmiert. Die Zensurvorwürfe verstärken die Polarisierung. Die Debatte um Meinungsfreiheit wird lauter. Deutschland steht vor großen Herausforderungen. Ob die AfD die Lösung ist, bleibt offen. Doch die Kritik an Merkel hallt nach.