Es ist eine Geschichte voller Tragik, Rätsel und nun auch einer schockierenden Wendung: Vor elf Jahren verschwanden Garrett und Della Beckwith, Vater und Tochter, während einer Kletterexpedition am berüchtigten Mount Hooker im US-Bundesstaat Wyoming. Nun sind Spuren ihres letzten Camps auf einer abgelegenen Klippe entdeckt worden – ein Fund, der alte Fragen neu entfacht und möglicherweise Antworten auf eines der mysteriösesten Bergdramen der Region liefert.

Die Beckwiths galten als erfahrene Bergsteiger. Mit umfassender Ausrüstung und einem klaren Plan starteten sie ihre Tour. Doch ein entscheidender Fehler erwies sich als fatal: Die Satellitentelefone blieben im Truck. Als die beiden ihre vereinbarten Check-ins verpassten, verwandelte sich die geplante Expedition in einen verzweifelten Rettungseinsatz. Trotz tagelanger Suchaktionen mit Helikoptern, Rettungsteams und freiwilligen Helfern blieb jede Spur aus.

Der Fall entwickelte sich zu einem der größten Mysterien der US-amerikanischen Bergsteiger-Szene. Viele Theorien kursierten: Ein plötzlicher Wettersturz, ein Absturz in unzugänglichem Gelände, oder gar ein medizinischer Notfall. Doch ohne konkrete Hinweise blieben Angehörige und Experten über ein Jahrzehnt im Ungewissen.

Nun, mehr als ein Jahrzehnt später, stießen zwei Bergsteiger auf eine verlassene Biwak-Stelle, tief in einer kaum zugänglichen Klippenregion. Zeltreste, Kletterausrüstung und persönliche Gegenstände ließen keinen Zweifel: Hier hatten Garrett und Della ihr letztes Lager aufgeschlagen. Der Fund löste sofort eine neue Welle der Aufmerksamkeit aus – und die Frage, warum man die Stelle bei der damaligen Suche nicht entdeckt hatte.
Experten vermuten, dass die extrem abgelegene Lage und schwierige Wetterbedingungen die Suchmannschaften damals daran hinderten, die Region gründlich zu untersuchen. Zudem sei es möglich, dass Schnee und Steinschläge die Spuren über Jahre verborgen hielten.
Für die Familie der Beckwiths ist der Fund ein bittersüßer Moment. Einerseits bringt er die Gewissheit, dass man endlich Anhaltspunkte über die letzten Stunden von Vater und Tochter hat. Andererseits bleiben die entscheidenden Fragen weiterhin offen: Was genau geschah an diesem verhängnisvollen Tag? Warum konnten sie kein Notsignal absetzen? Und wieso brach ihre Spur so abrupt ab?
Die Nachricht sorgt nicht nur in Wyoming, sondern weltweit für Schlagzeilen. Mount Hooker gilt als eine der härtesten und gefährlichsten Kletterwände Nordamerikas. Schon mehrfach forderte der Berg Opfer, doch kein Fall war so rätselhaft wie das Verschwinden der Beckwiths.
Suchteams haben angekündigt, die Fundstelle erneut zu untersuchen und alle verfügbaren Beweise zu sichern. Ob dadurch das Rätsel endgültig gelöst werden kann, bleibt ungewiss.
Fazit: Der schockierende Fund des Camps von Garrett und Della Beckwith am Mount Hooker bringt nach elf Jahren neue Hoffnung auf Antworten – und macht zugleich deutlich, wie gefährlich und gnadenlos die Natur sein kann. Das Drama von Vater und Tochter wird als eines der geheimnisvollsten Bergsteiger-Schicksale Amerikas in Erinnerung bleiben.