Der FC Bayern muss vorerst auf Josip Stanišić verzichten
Der FC Bayern München hat den Auftakt in die neue Champions-League-Saison zwar mit einem 2:0-Sieg über den FC Chelsea gefeiert, doch die Freude über den gelungenen Start wird durch eine bittere Nachricht getrübt: DefensivspielerJosip -Stanishhat sich im Duell gegen die Engländer eine Teilverletzung des Innenbands am rechten Kniegelenk zugezogen und fällt damit vorerst aus.

Verletzung beim Zweikampf
Die Szene ereignete sich Mitte der zweiten Halbzeit, als Stanišić in einem Zweikampf unglücklich mit einem Chelsea-Angreifer zusammenstieß. Der 24-Jährige griff sich sofort an das rechte Knie und signalisierte der Bank, dass er nicht weiterspielen könne. Nach einer kurzen Behandlungspause musste er ausgewechselt werden. Erste Untersuchungen im Stadion deuteten bereits auf eine Bänderverletzung hin, die nun durch eine MRT-Untersuchung bestätigt wurde.
Offizielle Diagnose des Vereins
Der FC Bayern veröffentlichte am Donnerstag eine kurze Stellungnahme:
„Josip Stanišić hat sich beim Champions-League-Spiel gegen den FC Chelsea eine Teilverletzung des Innenbands im rechten Kniegelenk zugezogen. Der Defensivspieler muss in den kommenden Wochen pausieren. Eine genaue Ausfallzeit hängt vom Heilungsverlauf ab.“
Damit bleibt offen, wie lange Trainer Thomas Tuchel auf den vielseitig einsetzbaren Abwehrmann verzichten muss. Je nach Schwere und Heilungsprozess können Teilverletzungen des Innenbands zwischen vier und acht Wochen Pause bedeuten.
Bedeutender Rückschlag für Stanišić
Für Josip Stanišić kommt die Verletzung zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Der kroatische Nationalspieler hatte sich in den vergangenen Monaten mehr und mehr in die Startelf gespielt und gilt als wichtige Alternative in der Viererkette. Besonders durch seine Flexibilität – er kann sowohl als Rechtsverteidiger als auch in der Innenverteidigung agieren – war er für Tuchel ein wertvoller Baustein im Kader.
Noch zu Beginn der Saison galt Stanišić eher als Rotationsspieler. Doch durch starke Leistungen in der Bundesliga und im Supercup hatte er sich zunehmend in den Vordergrund gespielt. Auch beim Sieg über Chelsea war er bis zu seiner Auswechslung einer der zweikampfstärksten Spieler auf dem Feld.
Auswirkungen auf den FC Bayern
Der Ausfall von Stanišić stellt die Bayern vor neue Herausforderungen, gerade in der Defensive. Zwar verfügt der Rekordmeister mit Matthijs de Ligt, Dayot Upamecano, Kim Min-jae und Noussair Mazraoui über namhafte Abwehrspieler, doch die Belastung in den kommenden Wochen ist enorm. Neben der Champions League stehen wichtige Bundesliga-Partien sowie der DFB-Pokal an.
Besonders heikel: Noussair Mazraoui kämpft ebenfalls mit muskulären Problemen und ist nicht immer einsatzbereit. Damit könnte Tuchel gezwungen sein, auf eine Notlösung zurückzugreifen oder die Abwehrformation häufiger anzupassen.
Stimmen aus dem Verein
Sportvorstand Christoph Freund äußerte sich nach Bekanntwerden der Diagnose:
„Es ist sehr schade für Josip. Er hat sich in einer starken Form präsentiert und war auf dem besten Weg, sich dauerhaft in der ersten Elf festzuspielen. Wir wünschen ihm eine schnelle und vollständige Genesung.“

Auch Kapitän Manuel Neuer nahm Stellung:
„Josip ist ein unglaublich wichtiger Spieler für uns, nicht nur auf dem Platz, sondern auch menschlich in der Kabine. Sein Ausfall tut weh, aber wir werden ihn als Team auffangen.“
Hoffnung auf baldige Rückkehr
Für Stanišić selbst bleibt nun nur die Hoffnung auf einen reibungslosen Heilungsverlauf. In den kommenden Tagen wird er ein individuelles Reha-Programm beginnen, das speziell auf die Stabilisierung des Kniegelenks ausgelegt ist. Sollte die Genesung ohne Rückschläge verlaufen, könnte er bereits im November wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.
Bis dahin gilt es für den FC Bayern, die Lücke zu schließen und die defensive Stabilität auch ohne den kroatischen Verteidiger zu bewahren. Der souveräne Sieg gegen Chelsea hat gezeigt, dass die Münchner auf einem guten Weg sind – doch die Verletzung von Josip Stanišić ist ein Warnsignal, wie schnell sich die Kaderplanung durch unvorhergesehene Ereignisse ändern kann.