Kontroverse um den Stabhochsprung der Highschool-Mädchen in Maine: Transgender-Athletin gewinnt Staatsmeistertitel und entfacht landesweite Debatte über Fairness im Frauensport
Der Sieg einer Transgender-Highschool-Athletin im Stabhochsprung der Mädchen bei der staatlichen Hallenbahnmeisterschaft der Klasse B in Maine hat eine heftige landesweite Debatte über Fairness im Frauensport entfacht. Katie Spencer, eine Elftklässlerin der Greely High School in Cumberland, Maine, überwand 10 Fuß und 6 Zoll, um sich den Titel zu sichern, und landete mehr als 6 Zoll vor der nächsten Konkurrentin. Der Sieg sicherte Spencer nicht nur das Einzelrennen, sondern brachte Greely auch mit einem Punkt Vorsprung in die Gesamtmannschaftsmeisterschaft, was den hohen Einsatz der Kontroverse unterstreicht.

#### Hintergrund: Vom Jungen- zum Mädchenwettbewerb
Spencer, der noch im Jahr 2024 als John Rydzewski in der Jungenklasse antrat, belegte beim Staatsmeeting des Vorjahres den fünften Platz im Stabhochsprung. In diesem Jahr, als sie in der Mädchenkategorie antrat, brachte Spencers Leistung zehn entscheidende Punkte für Greely ein und gab den Ausschlag für ihren knappen Sieg über die Freeport High School. Die Zweitplatzierte, Kessa Benner aus Freeport, schaffte einen Vorsprung von 10 Fuß, womit sie mit einer anderen Konkurrentin gleichzog, aber hinter Spencer ins Ziel kam.
Die Maine Principals’ Association (MPA), die die Leichtathletik an High Schools überwacht, ermöglicht es Transgender-Schülern, in der Division entsprechend ihrer Geschlechtsidentität im Einklang mit dem Landesrecht anzutreten. Die Entscheidung stieß jedoch auf scharfe Kritik von Befürwortern, die argumentieren, dass sie die Chancen für Cisgender-Sportlerinnen untergräbt.
#### Reaktionen und Gegenreaktionen
Das Ergebnis erregte schnell landesweite Aufmerksamkeit, nachdem die republikanische Abgeordnete Laurel Libby auf Facebook darüber gepostet hatte: „Maine hat gerade den GIRLS-Staatstitel im Stabhochsprung an einen männlichen Athleten verliehen, der in der Mädchenklasse antritt. Das ist mehr als lächerlich und eine Beleidigung für jedes Mädchen, das sich den Hintern abgearbeitet hat, um sich diesen Titel zu verdienen.“ Libbys Beitrag rief über 100.000 Reaktionen hervor und löste eine breitere Diskussion aus, einschließlich einer Konfrontation mit der demokratischen Gouverneurin Janet Mills bei einem Treffen der National Governors Association, bei dem Präsident Donald Trump Mills zur Einhaltung der Bundesrichtlinien zur Einschränkung der Teilnahme von Transgender am Frauensport drängte.
Benner, die Zweitplatzierte, verfasste einen Kommentar im *Portland Press Herald*, in dem sie ihre Frustration zum Ausdruck brachte: „Mein Traum wurde zu Unrecht zerstört.“ Sie betonte die Unterstützung für Transgender-Jugendliche, argumentierte jedoch, dass die Leichtathletik getrennte Kategorien basierend auf dem biologischen Geschlecht benötige, um gleiche Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten. „Wir werden uns daran erinnern, wie man uns mit Schweigen begegnete“, schrieb Benner.
Der Independent Council on Women’s Sports (ICONS) schloss sich dieser Meinung an und twitterte: „Die männliche Star-Voltigerin der Greely High School, Katie Spencer, gewann nicht nur die Veranstaltung, sondern trug auch dazu bei, dass ihre Mädchenmannschaft mit nur einem Punkt Vorsprung den Gesamtsieg in der Staatsmeisterschaft sicherte.“
#### Unterstützer und politische Verteidigung
Befürworter von Transgender-Rechten, darunter die ACLU von Maine, verteidigten Spencers Teilnahme. „Transgender-Studenten haben es verdient, ohne Diskriminierung an Wettbewerben teilzunehmen“, sagte der Anwalt der ACLU, Thomas Fessenden. Die MPA hat sich zu dem konkreten Fall nicht geäußert, bekräftigte jedoch ihr Engagement für eine inklusive Politik.
Die Entscheidung von Maine, weiterhin Transgender-Athleten in den Mädchenklassen zuzulassen, erfolgt trotz einer Bundesverordnung von Präsident Trump, die darauf abzielt, den Frauensport zu schützen, indem leibliche Männer aus den weiblichen Kategorien ausgeschlossen werden. Gouverneur Mills versprach, die Anordnung vor Gericht anzufechten, und erklärte während eines hitzigen Austauschs mit Trump: „Wir sehen uns vor Gericht.“
#### Umfassendere Implikationen
Der Vorfall ist nach dem Sieg von Soren Stark-Chessa im 800-Meter-Lauf der Mädchen in Maine der zweite Transgender-Sieg in diesem Jahr. Kritiker, darunter der ehemalige Stabhochsprung-Funktionär Allen Cornwall, argumentieren, dass solche Ergebnisse die Teilnahme von Frauen behindern. „Zahlreiche Eltern, Trainer und Sportler haben mir gesagt, dass das falsch ist, aber niemand wagt es, es anzusprechen“, sagte Cornwall gegenüber OutKick.
Die Kontroverse hat auch zu einer Gegenreaktion gegen Libby geführt, die vom Repräsentantenhaus von Maine getadelt wurde, ihr Stimmrecht entzog und eine Entschuldigung für ihren Facebook-Beitrag forderte. Libby steht zu ihren Kommentaren und betont die Notwendigkeit, den Mädchensport zu schützen.
#### Eine gespaltene Debatte
Während die Geschichte an Bedeutung gewinnt, unterstreicht sie die anhaltende nationale Kluft über die Einbeziehung von Transgendern im Sport. Befürworter betonen psychische Gesundheit und Gleichheit, während Gegner biologische Fairness betonen. Da regionale Meisterschaften näher rückten, hat Spencers Qualifikation die Forderungen nach einer Überprüfung der Richtlinien lauter werden lassen.
Die Leichtathletiklandschaft von Maine bleibt ein Brennpunkt in der breiteren Diskussion. Im Moment feiern Spencer und Greely ihren Titel, aber der Sieg hat einen größeren Dialog über Gerechtigkeit, Inklusion und die Zukunft des Mädchensports eröffnet.
*Dieser Artikel basiert auf Berichten von Newsweek, OutKick, Portland Press Herald und anderen Quellen. Die Debatte geht weiter und alle Parteien verdienen Respekt in diesem sensiblen Thema.*