Ich habe früher über Menschen gelacht, die behaupteten, Bigfoot gesehen zu haben. Die typischen Geschichten: unscharfe Fotos, wackelige Videoaufnahmen und Lagerfeuergeschichten, die mehr Whiskey als Beweise enthielten. Für mich waren das alles nur Mythen, Aberglauben und amerikanische Folklore. Doch im Winter 2024 änderte sich alles.
Ich war allein in den Selkirk-Bergen in Nord-Idaho unterwegs, weit weg von Straßen und Menschen. Zwei Tage lang hatte ich die Stille und Einsamkeit genossen – perfekte Bedingungen für einen leidenschaftlichen Wanderer. Doch am dritten Morgen änderte sich die Atmosphäre schlagartig.

Mitten in einer kleinen Lichtung entdeckte ich einen Fußabdruck. Unglaublich groß, etwa 45 Zentimeter lang, eindeutig menschlich geformt, aber doch nicht menschlich. Mein Herz begann schneller zu schlagen, als ich realisierte, dass ich nicht allein war. Irgendetwas hatte die ganze Zeit parallel zu mir gewandert.
Kurz darauf hörte ich es: ein tiefes, gutturales Brüllen, das aus keiner bekannten Tierart stammen konnte. Die Angst schnürte mir die Kehle zu. Ich machte hastig Fotos mit meinem Handy, konnte aber kaum glauben, was ich sah. Die Spuren führten in den tief verschneiten Wald hinein – und ich wusste instinktiv, dass ich dort nicht folgen konnte, ohne ein Risiko einzugehen.

Seit dieser Begegnung wache ich manchmal nachts auf und höre das Brüllen noch immer in meinen Träumen. Ich habe gelernt, dass einige Mythen möglicherweise mehr Wahrheit enthalten, als wir zugeben wollen. Bigfoot mag für viele nur ein Fabelwesen sein – für mich jedoch ist er real, und die Erinnerung an jenen Tag in den Selkirk-Bergen wird mich für immer begleiten.
Für Wanderer und Abenteurer gilt seitdem nur noch eine Regel: Respektiere die Wildnis, sei vorsichtig – und unterschätze niemals das Unbekannte, das in den Wäldern lauert.