Als Yamaha Anfang der Woche seinen neuen V4-Motor für die MotoGP offiziell vorstellte, war das Fahrerlager begeistert. Die sofortige Zustimmung nach den Aussagen von Ducati-Chef Gigi Dall’Igna war jedoch zu erwarten. „Das ist eindeutig Betrug“, erklärte er kurzerhand auf der Pressekonferenz, warf Yamaha Verstöße gegen technische Vorschriften vor und forderte den FIM-Präsidenten zu sofortigen Maßnahmen auf.

Yamahas Reaktion, wonach der V4-Motor vollständig den Homologationsregeln der MotoGP entspräche, löste weitere Kontroversen aus. Die Gerüchte der vorangegangenen Monate hatten die Annahme genährt, Yamaha entwickle ein neues, radikales Design, das möglicherweise an regulatorische Auslegungen grenzt. Als das Projekt schließlich veröffentlicht wurde, sah Ducati die roten Linien überschritten. Dalla Iga, bekannt für seine offenen Einschätzungen und seine Loyalität gegenüber Ducatis technologischer Führung, warf Yamaha vor, geheime interne Teile und Kühlsysteme zu verwenden, die genehmigt und öffentlich bekannt gegeben worden waren. Er argumentierte, die Geometrie der Brennkammer sei verändert worden, um mehr Leistung und Drehmoment zu liefern, als laut Reglement für ähnliche Hubräume zulässig sei. Er forderte ein sofortiges Eingreifen der Verantwortlichen der Fédératio Internazionale de Motocyclisme (FIM).

Idagièe Lampo e RisυltatiFoèti berichtete, dass die technischen Delegierten der FIM innerhalb von zehn Minuten nach Dall’Igèas Ausstieg eine improvisierte Überprüfung begannen. Sie ließen sich im Technikraum neben dem Yamaha-Fahrerlager nieder, studierten die Motorspezifikationen und Homologationsdokumente und verglichen sie mit dem veröffentlichten neuen Design. Der Argwohn im Fahrerlager war deutlich spürbar. Das Ergebnis: Yamaha wurde entlastet. Die technische Überprüfung ergab, dass einige Innenteile und aerodynamische Elemente zwar an der Normgrenze lagen, aber gegen einige schriftliche Regeln verstießen. Alle Modifikationen lagen innerhalb der Toleranzen der Typgenehmigungsvorschriften von 2025.

Viele waren überrascht, dass Yamaha tatsächlich betrogen hatte, aber die Geschwindigkeit und Entschlossenheit der Reaktion der FIM machten deutlich, dass das Rennsystem dem nicht vorausgegangen war. Reaktionen und Ausblick Fürth Dall’Iglesias akzeptierte die Entscheidung, wenn auch widerwillig. „Wir respektieren den Prozess“, sagte er, „aber wir werden ihn weiterhin genau beobachten.“ Yamahas Ingenieure führten Berichten zufolge unabhängige Messungen auf Grundlage der freigegebenen Yamaha-Teile durch, während die Fahrer des Teams angewiesen wurden, bei bevorstehenden Tests auf etwaige Leistungsunterschiede zu achten. Yamaha seinerseits begrüßte das Urteil der FIM und sagte, das Design sei lange im Voraus vorgestellt worden und alle kritischen Abmessungen seien konsistent. „Wir freuen uns, dass die technische Kommission unser Design bestätigt hat“, sagte der leitende Ingenieur von Yamaha.

Die Reaktionen im Fahrerlager fielen gemischt aus. Einige konkurrierende Teams zeigten sich erleichtert über die Schnelligkeit der Regelmaßnahmen, während andere den auf dem Papier erkennbaren Leistungssteigerungen skeptisch gegenüberstehen. Die Ducati-Fans unterstützten Dall’Iga und lobten seine Entschlossenheit, gegen das ihrer Meinung nach unfaire Spiel zu kämpfen. In einem Sport, in dem die technischen Spielräume eng und die Einsätze hoch sind, wird dieser Blitzangriff als entscheidender Moment in Erinnerung bleiben. Er unterstreicht die Bedeutung präziser technischer Vorschriften und zeigt, wie schnell Streitigkeiten entstehen können. Wie friedlich dieser vorübergehende Waffenstillstand ist, wird sich in den kommenden Rennen zeigen.