Erna Flegel, die persönliche Krankenschwester von Adolf Hitler in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs, hielt jahrzehntelang ein Geheimnis, das Historiker und die Öffentlichkeit gleichermaßen faszinierte. Kurz vor ihrem Tod offenbarte Flegel erstmals detaillierte Einblicke in die letzten Momente im Berliner Führerbunker, die bisher nur aus fragmentarischen Berichten bekannt waren.
Laut ihren Aussagen war die Atmosphäre im Bunker von Angst, Verzweiflung und einer unheimlichen Besessenheit geprägt. Hitler soll sich in seinen letzten Tagen zunehmend von der Realität entfernt haben, umgeben von einer kleinen Gruppe treuer Gefolgsleute, die seine Entscheidungen kritiklos unterstützten. Flegel beschrieb eine bedrückende Stimmung, in der rationelle Handlungen oft von Angst und Paranoia überschattet wurden.
Besonders erschütternd sind Flegels Berichte über Hitlers mentale Verfassung. Sie schilderte, wie er zunehmend obsessiv auf die Kontrolle der Ereignisse fixiert war, selbst als das Ende unweigerlich näher rückte. Diese Fixierung führte zu extremen Maßnahmen und beeinflusste das Verhalten seiner engsten Mitarbeiter, die zunehmend isoliert und verängstigt agierten.
Erna Flegels Zeugnis liefert nicht nur ein neues Bild der letzten Kriegstage, sondern wirft auch Licht auf die psychologischen Mechanismen, die Machtmissbrauch und fanatische Loyalität hervorrufen können. Historiker werten ihre Aussagen als wichtigen Beitrag zum Verständnis der inneren Dynamik des Führerbunkers, die lange im Dunkeln lag.
Darüber hinaus regt ihre Enthüllung eine weltweite Besessenheit an, sowohl in der Geschichtsforschung als auch in der Popkultur. Bücher, Dokumentationen und Filme greifen zunehmend die Berichte von Flegel auf, um die letzten Tage des Dritten Reiches nachvollziehbar zu machen. Ihre Perspektive als direkte Zeugin bietet einzigartige Einblicke, die offizielle Berichte oft nicht erfassen konnten.
Flegels Geständnisse erinnern daran, wie entscheidend persönliche Zeugnisse für das historische Verständnis sind. Sie tragen dazu bei, die menschliche Dimension hinter den Schlagzeilen und politischen Entscheidungen sichtbar zu machen. Auch Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bleibt das Wissen um den Führerbunker und die letzten Tage Hitlers von ungebrochener Faszination – nicht zuletzt dank der mutigen Offenbarungen von Erna Flegel.